Borstenfischpass

Borstenfischpass Kraftwerk Au-Schönenberg an der Thur

Im Zuge eines Um- bzw. Ausbaus des Kraftwerkes Au-Schönenberg an der Thur wurde als Fischaufstiegshilfe ein sogenannter Borstenfischpass eingebaut. Gemäss Art. 9 des Bundesgesetzes über die Fischerei ist der Betreiber eines Wasserkraftwerkes bei Erweiterung oder Instandstellung der Anlage verpflichtet, die freie Fischwanderung sicherzustellen.

In Zusammenarbeit mit der Jagd- und Fischereiverwaltung sowie des Wasserbauingenieurbüros Hydro-Solar Energie AG entschied sich die Kraftwerkbetreiberin für einen Borstenfischpass als Alternative zu den bisher erprobten Fischaufstiegshilfen. Diese für die Schweiz erstmals zum Einsatz gelangte Fischaufstiegshilfe wurde Ende März 2003 in Betrieb genommen.

Während eines guten Jahres wurde kontrolliert wie der Borstenfischpass durch Fische genutzt wird und wie sich die Anlage in der Praxis bewährt. Die Resultate zeigen, dass mehr als die Hälfte der in der Thur vorkommenden Fischarten den Borstenfischpass nutzen und auch kleine, nur wenige cm grosse Fische den Höhenunterschied des Wehrs von ca. 7 m problemlos überwinden können. Damit wurden die in den neuen Borstenfischpass gesteckten Erwartungen voll erfüllt.

Ausführliche Informationen zu den technischen Angaben des Borstenfischpasses und den fischereibiologischen Begleituntersuchungen können Sie den beiden folgenden Berichten entnehmen.

Borstenfischpass Au-Schönenberg  (436 kB)