Aktualitäten

Einschränkung der Barschnetze im Untersee

Mit Allgemeinverfügung an alle Berufsfischer vom 2. Juni 2017 hat das Landratsamt Konstanz die Zahl der Barschnetze im Untersee bis 17. Juni 2017 auf maximal drei pro Betrieb reduziert.


Barschschonzeit im Untersee 2017

Mit Allgemeinverfügung an alle Berufs- und Sportfischer vom 11. April 2017 hat das Landratsamt Konstanz die Barschschonzeit im Untersee vom 20. April 2017 (12:00 Uhr) bis 5. Mai 2017 (12:00 Uhr) festgelegt.


Der Wolf ist definitiv in den Kanton Thurgau zurückgekehrt

Die Resultate von genetischen Analysen bestätigen, dass die Ende Februar bzw. anfangs März 2017 gerissenen Schafe in den Regionen Hohentannen und Uesslingen durch einen Wolf getötet wurden. Dies ist seit 1800 der erste definitive Nachweis für die Anwesenheit eines Wolfes im Kanton Thurgau.


Rückkehr des Wolfes in den Kanton Thurgau?

Mehrere durch ein grosses Raubtier gerissene Schafe weisen auf die mögliche Präsenz eines Wolfes im Kanton Thurgau hin. Für eine abschliessende Identifikation des Verursachers dieser Risse sind aber genetische Untersuchungen notwendig. Den Kleintierhaltern werden vermehrte Aufmerksamkeit und Schutzmassnahmen gegen Raubtierangriffe empfohlen.


Auf- und Untergangszeiten der Sonne in Konstanz 2017

Die für die Fischerei im Bodensee-Obersee relevanten Auf- und Untergangszeiten der Sonne in Konstanz im Jahr 2017 stehen hier zur Verfügung.


Fangverbot für Äschen im Untersee 2017

Mit Allgemeinverfügung vom 9. November 2016 an alle Berufs- und Angelfischer hat das Landratsamt Konstanz ein Fangverbot für Äschen im Untersee für das Jahr 2017 erlassen.


Schongebiet für Felchen im Untersee 2017

Mit Allgemeinverfügung vom 9. November 2016 an alle Angelfischer hat das Landratsamt Konstanz ein Schongebiet für Felchen vor Ermatingen mit einem Fangverbot für Felchen im Zeitraum von April bis Juni 2017 im Untersee in diesem Schongebiet erlassen.


Jagd- und Fallwildstatistik 2015/2016

Die Abschuss- und Fallwildstatistik für das Jagdjahr 2015/2016 ist verfügbar.


Verwendung von Widerhaken im Untersee

Seit 1. Mai 2015 sind im Untersee generell bei allen Fischereitechniken Widerhaken zugelassen. Die entsprechende Änderung der Verordnung des Regierungsrates zur Unterseefischereiordnung wurde vom Bund genehmigt.


Verpilzungen bei Fischen in Thurgauer Gewässern

Seit anfangs 2015 sind im Untersee in grösserem Ausmass Verpilzungen bei Felchen aufgetreten. Teilweise - mit regionalen Unterschieden - waren im Januar und Februar über 50 % der Felchen in den Berufsfischerfängen stark verpilzt. Die betroffenen Fische sind an unterschiedlichen Stellen, überwiegend an den Flossenansätzen und der Schwanzflosse, in Einzelfällen auch flächig auf der Seite befallen. Seit März wurden auch im Obersee einzelne befallene Felchen festgestellt.

Untersuchungen haben ergeben, dass es sich in beiden Fällen um den parasitären Pilz Saprolegnia parasitica handelt. Dieser wurde bereits im Frühling 2014 im Hochrhein SH/ZH, wo auch dieses Jahr wieder befallene Fische beobachtet wurden, sowie in grösserem Ausmass im Doubs (2012) und in der Birs (2015) diagnostiziert. In weiteren Fliessgewässern besteht ebenfalls der Verdacht auf die Anwesenheit dieses Pilzes. Grundsätzlich sind Pilzerreger weit verbreitet in den Gewässern und sind ein natürlicher Bestandteil der ökologischen Prozesse. Das überaus starke Auftreten in verschiedenen Fliessgewässern und aktuell auch in Seen ist jedoch ein neues Phänomen. Zu den Ursachen und der Verbreitung bestehen wenig gesicherte Erkenntnisse, man muss jedoch davon ausgehen, dass vor allem geschwächte Fische (z. B. nach der Laichzeit) betroffen sind.

Für den Menschen stellt der Erreger sowohl bei direktem als auch indirektem Kontakt keine Gefahr dar. Fische aus infizierten Gewässern können bedenkenlos konsumiert werden, stark befallene Fische können jedoch nicht mehr verwertet werden, da das Muskelfleisch häufig flächig blutunterlaufen ist. Eine Bekämpfung des Erregers in den Gewässern ist nicht möglich. Die einzige Möglichkeit zur Eindämmung der Krankheit, besteht darin, die weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern. Als mögliche Übertragungswege kommen die Utensilien der verschiedensten Wassernutzer (Segler, Surfer, Taucher, usw.), aber auch Fischereigerätschaften, Schuhe, Stiefel (insbesondere solche mit Filzsohlen), Köderfische und Boote der Fischenden in Frage. Wir bitten deshalb, die Fischereiberechtigten, die in verschiedenen Gewässern die Fischerei ausüben, um erhöhte Vorsichtsmassnahmen. Insbesondere erachten wir es als wichtig, dass die Fischereigeräte und Schuhe vor dem Verschieben an ein anderes Gewässer zumindest gut getrocknet oder desinfiziert werden.

Welche Massnahmen im Detail durch die Fischereiberechtigten ausgeführt werden können, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einem Merkblatt zusammengestellt.


Zusammenleben zwischen Mensch und Biber ermöglichen

Der Biber ist im Kanton Thurgau wieder ein fester Bestandteil der einheimischen Fauna geworden. Mit einem geschätzten Bestand von ca. 500 Tieren dürfte der Kanton Thurgau den höchsten Biberbestand in der Schweiz aufweisen. Im Auftrag des Departements für Justiz und Sicherheit hat eine Arbeitsgruppe ein kantonales Konzept erarbeitet, das den Umgang mit dem Biber und den Konflikten in den nächsten Jahren regeln soll.

Nachdem der Biber zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der ganzen Schweiz ausgerottet worden war, erfolgten ab den 1950er Jahren landesweit verschiedene Aussetzungen dieser geschützten Tierart. Im Kanton Thurgau wurden 1968/69 am Nussbaumersee neun norwegische Biber freigelassen, die den heutigen Biberbestand im Kanton Thurgau begründeten. Nach einer anfänglichen zögerlichen Entwicklung hat der Biber seit Ende der 1990er Jahre seinen Lebensraum wieder zurückerobert und besiedelt heute einen grossen Teil des Kantons. Nach letzten Schätzungen im Winter 2012/13 liegt der Biberbestand im Kanton Thurgau bei ca. 500 Tieren. Biber gestalten ihren Lebensraum wie kaum eine andere Tierart: Sie verändern Gewässerläufe durch Dammbauten und legen Erdbauten in Uferböschungen an. Sie fällen Bäume und nutzen auch Feldfrüchte als Nahrungsressourcen. Diese ausgeprägte Gestaltungstätigkeit verursacht in unserer dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft auch Konflikte. Mit der Zunahme und Ausbreitung des Bibers haben in den letzten Jahren auch Konfliktfälle zugenommen, sei es in der Land- und Forstwirtschaft aber insbesondere auch im Bereich der Infrastrukturen, die einen einheitlichen Umgang mit dem Biber erfordern.

Im Auftrag des Departements für Justiz und Sicherheit hat deshalb eine Arbeitsgruppe mit breit abgestützten Interessenvertretern unter der Federführung der Jagd- und Fischereiverwaltung ein Biberkonzept für den Kanton Thurgau erarbeitet. Das Konzept, das vom Regierungsrat im November 2013 zur Kenntnis genommen wurde, umfasst vier Ziele: Sicherung einer überlebensfähigen Biberpopulation, Minimierung der Biberschäden, regelmässige Erhebung des Biberbestands und Information und Beratung der Öffentlichkeit und Geschädigten. Der Thurgauer Biberbestand ist für die Population der Schweiz und der angrenzenden Nachbarländer von zentraler Bedeutung. Entsprechend wichtig ist sein Erhalt aus Sicht des Artenschutzes. Das Konzept Biber Thurgau schafft die Grundlagen für das Zusammenleben zwischen Biber und Mensch und zeigt Lösungen auf, mit welchen Massnahmen Konflikte bzw. Schäden minimiert werden können. Die Reduktion der Konflikte auf ein zumutbares Mass ist wichtig, damit die heute vorherrschende, breite Akzeptanz des Bibers in der Bevölkerung langfristig erhalten bleibt. Für die Umsetzung des Konzepts ist die Jagd- und Fischereiverwaltung verantwortlich. Sie ist auch Anlauf- und Beratungsstelle bei Konflikt- und Schadenfällen sowie bei Projekten zur Förderung des Bibers. 


Revision der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdverordnung, JSV; SR 922.01)

Mitte 2012 hat der Bundesrat die eidgenössische Jagdverordnung revidiert und die Änderungen auf den 15. Juli 2012 in Kraft gesetzt. Da für die Umsetzung der JSV in kantonales Recht keine Übergangsfristen festgelegt wurden, gilt das neue Bundesrecht ab sofort und setzt allfällige, anders lautende Bestimmungen im kantonalen Recht ausser Kraft. Bis die Anpassungen im kantonalen Jagdrecht ausgeführt sind, wird es noch einige Zeit dauern. Insbesondere wird auf folgende, für die Jägerschaft im Moment relevante, Regelungen hingewiesen:

  • Sämtliche Fallen mit Ausnahme von Kastenfallen zum Lebendfang sind verboten.
  • Lanzen und Messer dürfen für das Töten von Wildtieren nicht verwendet werden (Ausnahme: zum Anbringen eines Kammerstiches bei Tieren, die nicht fluchtfähig sind, wenn die Wildtiere verletzt sind und Fangschüsse Menschen, Jagdhunde oder erhebliche Sachwerte gefährden).
  • Für die Wasservogeljagd darf generell kein Bleischrot mehr verwendet werden.
  • Die Saatkrähe ist neu jagdbar.
  • Rabenkrähe, Saatkrähe, Elster und Eichelhäher haben neu eine Schonzeit vom 16. Februar bis 31. Juli.
  • Für Rabenkrähen, die in Schwärmen auftreten, gilt auf schadengefährdeten landwirtschaftlichen Kulturen keine Schonzeit.
  • Die Schonzeit für Wildschweine ist neu vom 1. März bis 30. Juni.
  • Die Schonzeit für Kormorane ist neu vom 1. März bis 31. August.
  • Gegen Spatzen und Wacholderdrosseln dürfen keine Selbsthilfemassnahmen mehr ergriffen werden.


Massnahmen bei Gewässerverschmutzungen und Fischsterben

Für die Ermittlung der Ursache einer Gewässerverschmutzung bzw. eines Fischsterbens spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Verhaltensmassnahmen bei Gewässerverschmutzungen und Fischsterben wurden in einem Flyer zusammengestellt.


Verbiss durch Rehwild im Thurgauer Wald: Bilanz nach 10 Jahren Verjüngungskontrolle

Das Forstamt des Kantons Thurgau hat nach 10 Jahren Verjüngungskontrolle einen Bericht erarbeitet, welcher die Bilanz bezüglich Rehwildverbiss und Verjüngung der Baumarten der vergangenen Jahre dokumentiert.


Informationen zum Europäischen Feuerwaffenpass

Informationen zum Europäischen Feuerwaffenpass finden Sie auf der Homepage der Kantonspolizei des Kantons Thurgau.


Neue Tierschutzbestimmungen im Bereich Fischerei ab 2009

Aufgrund der revidierten Tierschutzverordnung und der Änderung der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei vom 23. April 2008 treten ab 1. Januar 2009 im Bereich der Fischerei diverse Bestimmungen zum Umgang mit Fischen in Kraft. Neu sind in diesem Zusammenhang verschiedene Vorschriften im Bereich der Fischerei über die Tierschutzverordnung geregelt und nicht in den fischereilichen Rechtsgrundlagen enthalten.

Diverse neue Bestimmungen beinhalten auch Ausnahmeregelungen, die teilweise gewässerspezifisch umgesetzt werden. Die Umsetzung der neuen Tierschutzbestimmungen im Kanton Thurgau hat unter Berücksichtigung internationaler Vereinbarungen am Ober- und Untersee zur Folge, dass innerhalb des Kantons je nach Gewässer teilweise unterschiedliche Bestimmungen gelten. Die wichtigsten Bestimmungen, die sowohl die Angler als auch die Berufsfischer betreffen, wurden in einem Merkblatt überblicksmässig zusammengestellt.


Anforderungen an die Berechtigung zum Fang von Fischen und Krebsen im Kanton Thurgau ab 2009

Wer ab 1. Januar 2009 eine Berechtigung zum Fang von Fischen und Krebsen erwerben will, muss nachweisen können, dass er oder sie über ausreichende Kenntnisse über Fische und Krebse und die tierschutzrelevante Ausübung der Fischerei verfügt. Diese neue bundesrechtliche Anforderung hat zur Folge, dass im Kanton Thurgau neu ab 2009 neben der Fischerprüfung zusätzlich ein obligatorischer Ausbildungskurs besucht werden muss. Von der Ausbildungspflicht befreit sind alle Angelnden, die bereits einen Kurs oder eine Fischerprüfung abgelegt haben. Weitere Informationen enthält das Merkblatt zur Fischerprüfung im Kanton Thurgau ab 2009.


Der Biber im Kanton Thurgau

Der Biber, einst in der ganzen Schweiz ausgerottet, ist im Thurgau wieder heimisch geworden. Während sich der Biberbestand nach den Aussetzungen in den 1960er Jahren über 30 Jahre lang nur zögerlich entwickelte, konnte in den letzten 10 Jahren ein starkes Ansteigen der Population festgestellt werden. Heute hat der Biber einen grossen Teil des Kantonsgebiets bereits wieder zurückerobert, wo er seinen Lebensraum augenscheinlich gestaltet. Dies erfreut zwar viele Naturliebhaber, stösst aber bisweilen auch auf Kritik. Wie sich das häufig zeigt, kann die Rückkehr eines Wildtieres vermehrt auch zu Konflikten führen. Der Mensch muss zuerst wieder lernen, mit einer zurückkehrenden Wildtierart umzugehen.

In vielen Konfliktsituationen zeigt sich, dass die direkt Betroffenen wenig Informationen über den Biber und seine Lebensweise haben und teilweise auch nicht wissen, an wen sie sich mit ihrem Anliegen wenden können. Diesem Umstand will die Arbeitsgruppe Biber, die vom Departement für Justiz und Sicherheit zur Erarbeitung eines kantonalen Biberkonzepts eingesetzt wurde, mit einer Informationsbroschüre Rechnung tragen. Mit kurzen Textabschnitten und illustrierenden Bildern sollen dem interessierten Leser die wichtigsten Grundkenntnisse zur Biologie und Lebensweise des Bibers sowie die zuständige Anlaufstelle bei allfälligen Problemen vermittelt werden.

Gedruckte Exemplare der Informationsbroschüre sind bei der Jagd- und Fischereiverwaltung erhältlich.


Fangverbot für die Nase

Mit Änderung der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei vom 30. August 2006 gilt für die Nase ab 1. Januar 2007 ein generelles Fangverbot in der Schweiz.


Füchse im Siedlungsgebiet

Regelmässig sind Füchse im Siedlungsraum anzutreffen, wo sie scheinbar manchmal auch Probleme verursachen. Häufig sind diese Probleme jedoch hausgemacht und können mit kleinen Massnahmen oft vermindert werden. In einem Merkblatt Füchse im Siedlungsraum sind einige wichtige nützliche Hinweise zusammengestellt. Weitere Informationen sind unter folgenden Links zu erhalten:
Integriertes Fuchsprojekt Zürich
Schweizer Tierschutz


Die Seeforelle im Bodensee

Nachdem Anfang der 1980er-Jahre die Seeforellenerträge im Bodensee ihren Tiefststand erreicht hatten, richtete die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) ihre Tätigkeit bei der Erarbeitung von Bewirtschaftungsmassnahmen in den letzten 25 Jahren gezielt auf diese Fischart aus. Ein zusammenfassender Rückblick auf diese Tätigkeiten der IBKF verbunden mit einer Darstellung der erreichten Ziele und der aktuellen Situation der Seeforelle im Bodensee wurde kürzlich in der Zeitschrift Österreichs Fischerei publiziert. Diese Publikation können Sie als pdf-Datei direkt auf Ihren Computer herunterladen.